Obergärige Biere
Die Bezeichnung obergäriges Bier beruht darauf, dass bei obergärigen Bieren die Hefe (Saccharomyces cerevisiae) während der Gärung in klassischen Brauverfahren an die Oberfläche stieg. In modernen Brauverfahren sinkt sie nach Ende der Gärung, wie untergärige Hefe, zu Boden. Die für die Obergärung erforderlichen höheren Gärtemperaturen (15 bis 22 °C) führen zu einer vermehrten Bildung von Estern und höheren Alkoholen durch die Hefe. Diese verleihen den Bieren oft ein fruchtiges Aroma. Obergärige Biere wurden früher oft ohne Lagerung direkt im Anschluss an die Hauptgärung vermarktet. Sie waren ungespundet und generell nur kurz haltbar. Heutzutage wird eine Lagerung ähnlich wie bei den untergärigen Bieren durchgeführt. Zu den obergärigen Bieren gehören z. B.:
* Ale,
* Altbier,
* Berliner Weiße,
* Gose,
* Haferbier,
* Kölsch bzw. Wieß,
* Porter,
* Roggenbier,
* Steinbier,
* Stout,
* Dinkelbier,
* Weizenbier, auch bekannt als Weißbier oder Hefeweizen, und
* Emmerbier.
Untergärige Biere
Bei untergärigen Bieren sinkt die Hefe (S. carlsbergensis) nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks. Es sind gewissermaßen „ausgebaute“ Biere, die eine gewisse Reifezeit benötigen, aber auch länger haltbar sind als die obergärigen. Diese Herstellung benötigt Kühlung mit Temperaturen von unter 10 °C, ist also ganzjährig erst seit der Erfindung der Kältemaschine möglich. Deswegen konnte beispielsweise das Märzen früher nur bis März gebraut werden, woher es seinen Namen hat. Zu den untergärigen Bieren gehören z. B.:
* Bock,
* Doppelbock,
* Dunkles,
* Exportbier,
* Helles,
* Lager, manchmal auch Wiener Bier genannt),
* Märzen,
* die meisten Festbiere, wie z. B. das Oktoberfest-Bier,
* Nährbier
* Pils,
* Schwarzbier,
* Schwarzviertler,
* Urtyp,
* Zoiglbier und
* Zwickelbier (auch bekannt als Kellerbier).






